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Frage: In der Sure er-Raʿd steht: „Sie sind diejenigen, die glauben und deren Herzen im Gedenken Gottes Ruhe finden. Wisset, im Gedenken Gottes finden die Herzen Ruhe.“[1] Welche Besonderheiten hat das Gottesgedenken, das die Herzen zur inneren Ruhe führt?
Antwort: In diesem Koranvers wird das Erlangen der inneren Ruhe der Herzen an das Gottesgedenken geknüpft. Daher muss zunächst – wenn auch nur in groben Zügen – darauf eingegangen werden, was dieses Gedenken eigentlich ist.
Im Grunde ist das Gottesgedenken wie die Seele und das Blut die in allen gottesdienstlichen Handlungen vom Gebet über die Pilgerfahrt bis hin zur inneren Anstrengung innewohnen und in ihnen zirkulieren. Zudem wurde dem Gottesgedenken weder in zeitlicher Hinsicht noch in Bezug auf den jeweiligen Zustand irgendeine Grenze gesetzt. Daher ist sein Wirkungsbereich äußerst weit.
Das Größte Gottesgedenken: Der Koran
Der erhabenste und höchste Gottesgedenken, der den Kern der Gottesdienste ausmacht, ist der Koran. Denn er erinnert uns sowohl an den vertrauensürdigen Engel Gabriel (Dschibrīl-u Emīn), der ihn brachte, als auch an den Vertrauenswürdigsten auf Erden, den Propheten Muhammed (F.s.m.i), und ebenso an Gott selbst. Ja, der Koran ist ein heiliges anvertrautes Gut, das durch eine vertrauenswürdige Hand der verlässlichsten Persönlichkeit übergeben wurde.
Wenn man sich andererseits dem Inhalt des Korans öffnet und in seinen Tälern wandelt, wird diese erhabene Verkündung einen an viele Dinge erinnern. Denken wir zum Beispiel einmal darüber nach, womit man konfrontiert wird, wenn man in die Sure el-Fātiḥa (Die Eröffnerin) eintaucht. Gleich zu Beginn sieht man die Gnadengaben Gottes, erweist Ihm Lob und fühlt Ehrfurcht vor Ihm, unter dessen Erziehung und Fürsorge man steht. Während man eine solche Ehrfurcht erlebt, eilen die Namen er-Raḥmān (der Allerbarmende) und er-Raḥīm (der Barmherzige) einem zu Hilfe, und angesichts dessen bekunden und bekennen wir sogleich, dass wir unsere Dienerschaft allein Gott widmen und auch Beistand einzig von Ihm erflehen.
Wenn man erkennt, dass der Weg, den man beschreitet, ein sehr sicherer Weg ist, verbindet man die Bitte um Unterstützung sofort mit der Rechtleitung zu dem geraden Weg und sagt: „O Gott! Die erste Bitte, die ich an Deine erhabene Schwelle richte, ist die: augeglıchen zu bleiben, geradlinig zu leben und in jeder Angelegenheit das Gleichgewicht in Wahrheit und Gerechtigkeit zu wahren.“ Nachdem man diesen Weg gefunden hat, erinnert man sich an die potenzielle Gefahr, jederzeit von der Geradlinigkeit abzuweichen. Aus Angst, abzurutschen, bittet man darum, nicht auf den Weg derjenigen zu geraten, die Gottes Unzufriedenheit auf sich gezogen oder sich verirrt haben.
Somit betrifft jedes einzelne Wort der Sure el-Fātiḥa zutiefst Menschen in Machtlosigkeit und Bedürftigkeit wie uns, die ständig auf Gott angewiesen sind und immer die Notwendigkeit verspüren, Seiner zu gedenken. Wenn man dann von der Sure el-Fātiḥa bis zur Sure en-Nās versucht, die Bedeutungen und Inhalte des Korans zu verstehen und jeden seiner Verse so liest, als würden sie direkt zu einem sprechen, wird man erkennen, wie der edle Koran in seiner Gesamtheit ein gewaltiges Gottesgedenken ist. Mit all seinen Versen spricht er die menschliche Natur, Vernunft, Gedanken, Psyche und kurz gesagt alle Dimensionen und Tiefen des Menschen an.
Aus dem Koran dem Gottesgedenken des Universums lauschen
Der Bemühen, die schöpferischen Befehle Gottes innerhalb des edlen Korans zu betrachten, ist ebenfalls eine eigenständige Form des Gottesgedenkens. Der ehrwürdige Lehrmeister Bediuzzaman sagte: „in der großen Moschee des Kosmos liest der Koran108 das Universum, auf ihn lasst uns. hören! Möge sein Licht uns aufklären. Lasst uns in seiner Rechtleitung wirken. Und von unseren Lippen möge er nie weichen. Er ist das Wort, so wird er genannt. Er ist die Wahrheit, er kommt vom Ehrwürdigen Wahren, zeigt die Wahrheit und verkündet die erleuchtende Weisheit“ [2] Mit diesen Worten verdeutlicht er, dass der Koran das Buch des Universums kommentiert und auslegt.
Hätte der edle Koran nicht sein Licht auf das Antlitz des Universums geworfen, wäre dieses Universum nur aus einer Reihe von Chaos, schrecklichen Alpträumen und beängstigenden Ereignissen bestehen geblieben. Dass alles in Wahrheit ein glänzendes Kunstwerk Gottes ist und wir das wahre Gesicht aller Dinge erkennen, haben wir dank des Lichts gelernt und gesehen, das der Koran auf das Antlitz des Universums wirft.
Dank der erhellenden Strahlen der Offenbarung erwachen manchmal solche Gefühle im Menschen, dass man von Bäumen zu Gräsern und von Gräsern zu Bäumen eilen, sie umarmen, küssen und sagen möchte: „Auch du bist Sein Werk.“ In den Worten von Recâizâde Ekrem:
„Das gesamte Universum ist von Kopf bis Fuß ein großartiges Buch Gottes,
egal welchen Buchstaben man untersucht, seine Bedeutung führt zu Gott.“
Der ehrwürdige Lehrmeister Bediuzzaman lenkt ebenfalls die Aufmerksamkeit darauf, dass man bei einer tiefgründigen Untersuchung der Zeilen des Universums erkennen wird, dass sie wie Briefe und Botschaften sind, die aus der höchsten Versammlung an den Menschen gesandt wurden. Das bedeutet: Wer zwischen den Seiten und Zeilen dieses Universums wandert, seine Wörter ergründet und seine Buchstaben untersucht, wird erkennen, dass ihre Bedeutung stets nach „Gott“ ruft, und man wird selbst „Gott“ sagen. Denn es ist nicht möglich, ein so perfektes System auf etwas anderes zurückzuführen. So wie Gott es ist, der die Himmel und die Erde erschuf und in ihnen eine vollkommene Ordnung errichtete, so ist Er es auch, der die Harmonie im Wesen und in der Physiologie des Menschen gewährleistet. Genau dieses Erinnern an Ihn durch jedes einzelne Wesen und jedes Ereignis im Universum ist eine weitere Art des Gottesgedenkens.
Galaxien als Perlen einer Gebetskette
Das Gottesgedenken kann man erfüllen, indem man die Gnadengaben Gottes bedenkt und dabei sagt: „O Gott! Wir preisen und verherrlichen Dich so zahlreich wie die Atome des Universums. O Gott! Wenn wir so viele Münder und Ausdrucksfähigkeiten wie die Atome des Universums besäßen, würden wir Dich mit all diesen lobpreisen.“
So sprechen die Gläubigen fünfmal am Tag nach ihren Gebeten jeweils dreiunddreißigmal subḥānallāh (gepriesen sei Gott), el-ḥamdu lillāh (Gedankt und gelobt sei Gott) und Allāhu Ekbar (Groß ist nur Gott). Obwohl das Gottesgedenken aus Rücksicht auf die Gläubigen, um ihnen keine Last aufzubürden, auf solche kleinen Zahlen beschränkt wurde, ist es jederzeit möglich, diese noch weiter zu steigern.
Ich habe einst von einem der treuen Diener und engsten Schüler des ehrwürdigen Lehrmeister Bediuzzaman gehört: Der ehrwürdige Lehrmeister erklärte, dass große Persönlichkeiten wie Ḥasan esch-Schāḏilī, ʿAbd el-Qādir el-Gīlānī, Muṣṭafā es-Ṣiddīqī el-Bakrī, Aḥmed er-Rifāʿī, Muḥammed Bahāʾ ed-Dīn Naqschibend und Mewlānā Ḥālid el-Baghdādī bei jeder Berührung einer einzelnen Perle des Gebetskranzes Gott, den Erhabenen, in der Anzahl aller Atome des Universums (ḏerrātu’l kāʾināt) preisten und dies in der Weite ihres Gewissens spürten. Angesichts der Unermesslichkeit des göttlichen Rechts waren diese Persönlichkeiten der Ansicht, dass ein gewöhnlicher Lobpreis Seiner nicht gerecht werden könne. Daher verbanden sie ihren Lobpreis gedanklich mit den Sandkörnern der Meere, den Regentropfen und den Atemzügen aller Geschöpfe und sprachen ihn so aus.
Bediuzzaman blickte voller Bewunderung auf diesen Zustand und sehnte sich danach, bei der Berührung einer einzigen Perle des Gebetskranzes ebenfalls das Einfließen von Billionen Lobpreisungen zu spüren.
Gegen Ende seines gesegneten Lebens sagte er eines Tages zu diesem treuen Diener: „Mein Bruder, Gott sei Dank. Wenn ich nun, genau wie die ehrwürdigen Meister Ḥasan esch-Schāḏilī und ʿAbd el-Qādir el-Gīlānī subḥānallāh sage, ist es mir, als ob ich alle Atome des Universums auf einmal vernehme.
Ja, das Gottesgedenken ist die Pflicht des Menschen und das Recht Gottes. Man sollte sich nicht damit begnügen, dieses Recht nur ein einziges Mal zu erfüllen, sondern man sollte bestrebt sein, es millionenfach und billionenfach zu tun. Wenn ein Mensch allein rein sprachlich subḥānallāh (gepriesen sei Gott) sagt und so seine Lobpreisung spricht, hat er seine Pflicht erfüllt; das ist eine Angelegenheit für sich.
Doch warum sollte man sich mit einem einzigen Lohn begnügen, wenn es darum geht, billionenfachen Lohn zu erhalten? Warum sollte man mit einem Einzigen zufrieden sein, wenn die Möglichkeit besteht, durch Billionen an Nähe zu Ihm zu gewinnen, Seine Gegenwart zu erlangen und durch die Strahlen Seiner Zuwendung geehrt und emporgehoben zu werden?
Das Gottesgedenken in der Ära des unbenannten Bekannten (orig. Isimsiz Müemma)
In Zeiten, in denen der benannten Bekannten (nach der ersten Generationen, in der man islamische Inhalte mit Kathegorisierung und Namen gegeben hat) intensiv und lebendig erfahren wurde, wurden in den Derwisch-Konventen (Tekke) Formeln des Gottesgedenkens wie „lā ilāha illā llāh“ (Kein Gott aus dem Einen Gott) oder „estaġfirullāh“ (ich bitte Gott um Vergebung) vielleicht hunderttausendfach gesprochen. Ein Mensch kann Gott je nach den Gegebenheiten seiner Situation mit unterschiedlichen Worten gedenken. Wenn man sich zum Beispiel ins Auto setzt und eine sechsstündige Reise vor sich hat, könnte man diese Reise mit dem Gottesgedenken bereichern und dabei vielleicht hunderttausendmal „lā ilāha illā llāh“ (es gibt keine Gottheit außer Gott).
Obwohl das Streben nach reinem Bewusstsein dabei das Wesentliche ist, sollte man sich nicht an der Frage aufhängen, ob man all dies nun mit vollem Bewusstsein spricht oder nicht. Denn wenn der Mensch das Gottesgedenken in quantitativer Hinsicht nicht zu einer solchen Weite führt, wird es ihm niemals gelingen, dieses in tiefer Verinnerlichung zu vollziehen.
In einer gewissen Epoche waren die Arten der Hinwendungen zum Gott dem Wahren ein unbenanntes Bekanntes. Die sprituelle Wege wie Naqschibendī, Khālidī, Qādirī, Schāḍhilī, Bekrī oder Dscherrāhī waren als Namen nicht bekannt. Doch alles, was diese Menschen als Methode des Gottesgedenken taten, war vollkommen vorhanden. Überall wurde Gott aus voller Brust und in lebendigen Stimmen gedacht. Er bewahrte Seinen erhabenen Platz in jeder Brust. Die Herzen waren gewissermaßen Orte Seiner Manifestation.
Dann kam eine Zeit, in der Menschen diesen Praktiken Namen gaben, und im Laufe der Zeit begann man, ihn mit den Namen dieser Personen zu benennen. Dank jener aufrichtigen Menschen blieb das Benannte nicht hinter verschlossenen Türen verborgen. Dieses Benannte wurde in den Gewissen tiefgründig empfunden, und es verwirklichte sich eine Einheit von Name und Benanntem.
Die aus ihrem Mund kommenden Worte (subḥānallāh, el-ḥamdu lillāh, allāhu ekber) entsprachen Tausenden, und die Herzen erlangten tiefe innere Ruhe. Doch es kam der Tag, an dem – zumindest für einige – die Ära des „der Name ohne Inhalt“ begann. Die Verbindung riss ab, die Vertrautheit ging verloren, und jene süße, klare Quelle (manhalu l-ʿaḏbi l-mawrūd), die man aufzusuchen pflegte, begann auszutrocknen. Der Kern und die Seele gingen verloren, und die Angelegenheit ging fortan den Weg von Abstammung und Vererbung.
Es ist zu hoffen, dass die Helden des Herzens- und Seelenhorizonts, die im wahren Sinne ihre Reife erlangt haben, dieser Angelegenheit erneut ihre Bestimmung und Tiefe verleihen. Mögen sie den reinen Namen (ism-i mahza) ein weiteres Mal mit dem Benannten Inhalt zusammenführen und eine erneute Rosenzeit bescheren. Einige Menschen würden dann, wie Mehmet Âkif es ausdrückt, zu Nachtigallen werden, weil sie diese Rosenzeit erreicht haben.
Das Verlangen des ehrwürdigen Abraham (F.s.m.i) nach innerer Ruhe des Herzens
Im Koran wird gesagt:
اَلَّذِينَ آمَنُوا وَعَمِلُوا الصَّالِحَاتِ طُوبَى لَهُمْ وَحُسْنُ مَآبٍ
„Diejenigen (deren Herzen Ruhe und Zufriedenheit erlangt haben), die glauben und Gutes tun und aufrichtig handeln – für sie ist die höchste Glückseligkeit, und ihnen gehört die schönste Heimstatt.”[3]
Mit diesem Vers wird verdeutlicht, dass der Nutzen des Gottesgedenkens sich nicht nur auf diese Welt beschränkt, sondern dass die Helden dieser Angelegenheit auch im Jenseits ein schönes Ende erwartet. Da jedoch das Erreichen von Frieden und innerer Ruhe des Herzens durch das Gottesgedenken auch in weltlicher Hinsicht eine sehr wichtige Angelegenheit ist, haben die erhabenen Propheten (F.s.m.i) dies ebenfalls von Gott, dem Erhabenen, erbeten.
Zum Beispiel sieht man, dass der ehrwürdige Abraham, der mit der Ehre der innigsten Freundschaft (hıllet) ausgezeichnet wurde und – wie in einer Überlieferung erzählt wird – selbst als er von Nimrod ins Feuer geworfen wurde, angesichts des Hilfsangebots des für das Feuer zuständigen Engels seine Zuversicht in Gott zum Ausdruck brachte, indem er sagte: „Weiß Gott etwa nicht, dass ich ins Feuer geworfen werde?“ Er war ein solcher Held des Glaubens und der inneren Ruhe des Herzens, dass er den dortigen Rebellen ganz allein Trotze bot; und dennoch sieht man, dass er von Gott, dem Erhabenen, die innere Ruhe des Herzens erbat. Denn eine Nachricht ist nicht dasselbe wie das Sehen mit eigenen Augen.
Der ehrwürdige Abraham (F.s.m.i) hatte eine solche Lektion der Gotteserkenntnis (maʿrifetullāh) erhalten, dass er unter der Wirkung dieser Lektion von Kopf bis Fuß erzitterte, vor Gott bebte und sich in tiefer Demut und Ehrfurcht beugte. Dennoch sagte er: „Gibt es noch mehr?“ (hel min mezīd?). Angespornt durch die erlangte Erkenntnis öffnete er mit dieser Liebe und Sehnsucht in einer anderen Gemeinschaft die Augen für eine ganz neue Wahrheit. Auch dort nahm er auf, was es aufzunehmen gab, doch er war nicht sattzubekommen. Denn die spirituelle Reise und Reiseleitung (seyr we sulūk), die in Richtung der Unendlichkeit unternommen wird, ist endlos. Auf dem Weg zu Gott ist es nicht möglich, an ein Ende zu gelangen. Da Gott unendlich ist, sind auch Seine Namen (esmāʾ) und Seine erhabenen Eigenschaften (ṣifāt‘u subḥāniyyah) unendlich. Jedes Einzelne von diesen hält für den Menschen bestimmte spirituelle Gaben bereit.
Der höchste Gipfel dieser Angelegenheit ist das Zeugnis des wahrhaftigen Gottes selbst. So wollte der ehrwürdige Abraham jene allumfassende Macht, den offenbaren Willen und die göttliche Fügung auch mit eigenen Augen sehen. So sagte er: „Mein Herr, zeige mir, wie Du die Toten wieder zum Leben erweckst.“ Als Gott, der Erhabene, fragte: „Glaubst du denn nicht?“ antwortete er: „Doch, gewiss glaube ich, aber damit mein Herz vollkommen beruhigt wird.“[4]
Der ehrwürdige Abraham (F.s.m.i) wollte eine solche innere Ruhe des Herzens erreichen, dass in keiner Stunde, keiner Minute und keiner Sekunde seines Lebens – weder auf der Ebene des Verstandes noch der Vorstellung oder der Einbildung – irgendein negativer Gedanke existiert. Selbst in den herzzerreißendsten Situationen sollte kein Seufzer des Jammers über seine Lippen kommen, sondern stets ein Aufatmen der Erleichterung und Zufriedenheit sein ganzes Leben bestimmen.
Angesichts einer solchen Bitte offenbarte auch Gott, der Erhabene, dort Sein eigenes Zeugnis und schenkte den toten Vögeln mit Seiner bezwingenden Allmacht (kudret-i kâhire), Seinem offenbaren Willen (irâde-i bâhire) und Seiner erhabenen Fügung (meşiet-i sübhaniyesiyle) neues Leben.
Wie der ehrwürdige Abraham (F.s.m.i) dieses außergewöhnliche Ereignis auf dem Horizont des feinsinnigen Spürens und Wahrnehmens schaute, wie er es bis in die Markknochen hinein fühlte, erschauderte und sich vor ehrfürchtiger Scheu wie ein Wanderstab beugte, entzieht sich der menschlichen Kenntnis. Doch durch dieses geöffnete Fenster lässt sich entsprechend dem eigenen Erkenntnis- und Fähigkeitshorizont der Spur dieser inneren Ruhe folgen und die Projektion jener inneren Ruhe des Herzens in der eigenen Innenwelt erleben.
Dies wiederum hängt davon ab, jeden Augenblick und jede Phase des Lebens auf einer disziplinierten, ununterbrochenen und Kontinuität aufweisenden Linie durch das Gottesgedenken zu erhellen und zu beleben.
[1] Sure er-Ra’d; 13:28
[2] Bediuzzaman, Kleine Worte, Das siebte Wort
[3] Ra’d Sûresi, 13/29
[4] Sūre Al-Baqara, 2:260.





